PKS Software GmbH  
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iSeries / AS/400
Adabas / Natural
 
UNICEF
Die Situation:
Seit 55 Jahren unterstützt das Deutsche Komitee für UNICEF Kinder in aller Welt. Rund 8.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele Prominente setzen sich für UNICEF ein. 500.000 Spender und 400.000 Käufer der beliebten UNICEF-Grußkarten tragen jedes Jahr dazu bei, dass UNICEF in fast 160 Ländern Kindern in Not helfen kann.
Neben den ehrenamtlichen Helfern in den über 100 dezentralen Arbeitsgruppen agieren von der Bundesgeschäftsstelle Deutschland mit Sitz in Köln aus knapp 80 festangestellte Mitarbeiter des Deutschen Komitees für UNICEF.
Ende der 80er Jahre wurde bei der deutschen UNICEF mit der Konzeption und Implementierung einer kaufmännischen Kernanwendung zur IT-technischen Unterstützung der Bereiche Warenwirtschaft, Auftragsbearbeitung, Kunden- und Spendenverwaltung begonnen.
Als strategische Werkzeuge entschied man sich damals für die Datenbank Adabas C und die Programmiersprache Natural aus dem Hause der Software AG in Darmstadt.
So entstanden über die Jahre passgenau auf die Belange der deutschen UNICEF zugeschnittene Applikationen, die die Anwender hervorragend
  • bei der essentiell wichtigen Adresspflege unterstützen (z.B. müssen manche Spender mehrfach, mit verschiedenen Namen, Adressen oder Bankverbindungen vorgehalten werden, um sicher zu stellen, dass Spendenbescheinigungen nicht missbräuchlich verwendet werden können.
  • ausgeklügelte und über die Jahre optimierte Verfahren zur sog. Adressen-Bewertung liefern (z.B. werden statistische Auswertungen gefahren, um zu ermitteln, welche Spender auf welche Aktionen und welche Form der Information am positivsten reagieren.
  • und das sog. Aussendungs-Management mit über Hundert Versandaktionen mit insgesamt mehreren Millionen Briefen pro Jahr mit nur einem IT-Mitarbeiter ermöglichen.

Diese Beispiele verdeutlichen schnell, dass es kaum einen Standard-Software-Anbieter geben kann, der diese spezifischen Anforderungen in seinem Produkt bedienen kann. Anfang der 90er Jahre nicht, und auch im Jahr 2007 nicht.

Genau im Jahr 2007 kam erneut das Thema auf, das jeder CIO, der bei einem Endkunden arbeitet, nur zu gut kennt: „Was leistet unser eigenentwickeltes Applikationspaket und was leistet es nicht? Können wir nicht auf eine Standard-Software gehen?“

Doch worum ging es da genau?
Nun, bis zum Jahr 2007 wurden die Adressbestände zentral von Mitarbeitern in Köln im Software-System gepflegt – das hieß insbesondere, dass alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Arbeitsgruppen, die sehr nah vor Ort mit den Spendern im Kontakt sind, alle Adressdaten-Änderungen an die Zentrale meldeten und nur dort die Daten ins System übernommen werden konnten.

Da der Tätigkeitsschwerpunkt der Zentrale (hier nämlich das Spendengeschäft) von dem der Arbeitsgruppen (im Wesentlichen der Grußkartenverkauf) jedoch recht unterschiedlich ist, gab es bei der Kommunikation bzgl. des Adressabgleichs immer wieder Missverständnisse und daraus resultierende Fehler. Unnötige Doppelbelastungen auf beiden Seiten und Unzufriedenheit der Mitarbeiter waren die Folge.

Daher lag es nahe, sich zusammenzusetzen und zu überlegen, wie die Arbeitsgruppen zukünftig selbständig die geänderten Adressdaten in das System einbringen konnten. Schnell sah man es auf beiden Seiten als erstrebenswert an, hierfür über eine Web-basierte neu zu entwickelnde Anwendung direkt den Zugriff auf die Adabas C Datenbank zu eröffnen.
Die Lösung:
Soweit, so gut – nur leider ist an Daten in einer Adabas C Datenbank nicht ohne weiteres über die heute gängigen SQL-Mechanismen dranzukommen. Wie also sollte die neue Anwendung, die in Java geschrieben werden sollte, auf Tabellen der Adabas C Datenbank lesend und schreibend zugreifen?
Es wurde den IT-Verantwortlichen bei UNICEF schnell deutlich, dass die enge Verzahnung mit den Werkzeugen der Software AG entweder weiter intensiviert oder aber eine Öffnung der Systeme durch einen alternativen Lösungsansatz gefunden werden musste. Oder sollte man sich doch ein Standard-Paket, wie das der SAP aus Walldorf, näher ansehen – doch das war schnell geklärt: das Arbeiten mit Adressdaten ist Kerngeschäft der deutschen UNICEF, und bei Aufgaben, die zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören, kann kein Produkt der Welt auch nur annähernd so passgenau sein wie ein eigenentwickeltes Paket.
Dazu der IT-Leiter bei UNICEF Deutschland, Herr Ohmann: „SAP schied nach ausführlicher Prüfung aus, der Aufwand für die ABAP-Anpassungen wurde im Laufe der Analysen immer unüberschaubarer. Die Kernanwendungen komplett und in kurzer Zeit mit state-of-the-art Technologie (Java, SQL, WebServices) neu zu schreiben, kam ebenso nicht in Frage. Dazu waren diese zu komplex und ein solch teures und risikobehaftetes Unterfangen hätte ich nicht vertreten können.“ Auch die Migration der kompletten Adabas/Natural-Anwendung nach Java mit entsprechenden Werkzeugen eines ungarischen Anbieters wurde verworfen, weil dieser Schritt (Sprache & Datenbank „in einem Rutsch“ umzustellen) als „zu groß auf einmal“ bewertet worden war. Der Grund für diese Haltung liegt darin, dass es ja nicht nur darum geht, die Anwendungen in die neue Welt zu migrieren – auch die Entwickler müssten die Anwendung zukünftig mit neuer Sprache UND neuer Datenbank pflegen. Und das parallel zum Tagesgeschäft und laufend anstehenden Pflege- und Weiterentwicklungsarbeiten am Bestandssystem. Ein alles andere als triviales Unterfangen, sowohl IT- als auch Knowhow-technisch!
Somit war die Herausforderung für Herrn Ohmann, ein Verfahren zu finden, welches die schrittweise Ablösung des Bestandssystems unterstützte und den Parallelbetrieb von existierenden mit neuen Anwendungen ermöglichen würde. … Und Referenzen des potentiellen Anbieters sollten kontaktiert werden, um die Entscheidung für den einzuschlagenden Weg möglichst gut abzusichern. Besonders auch dem Thema „Performance“ sollte bei der Evaluation Rechnung getragen werden - einer der ketzerischen Gedanken von jedem, wenn es Richtung SQL gehen soll, der die Schnelligkeit der Adabas C Datenbank kennt und zu schätzen weiß.  

Über die Suchmaschine „Google“ stieß Herr Ohmann schnell auf die PKS Software GmbH aus Ravensburg und deren Transparency Gateway SmartDCI. SmartDCI migriert Anwendungen sicher und zügig von Adabas C auf relationale Datenbanken – und zwar ganz ohne Eingriffe in den Quellcode der Applikationen (siehe dazu auch das PKS Produktdatenblatt „SmartDCI“).
 
Herr Ohmann: „Vom Konzept her traf SmartDCI genau das, nach was wir gesucht hatten:

  1. Die Daten kommen von Adabas C in eine Oracle Datenbank ohne dass wir an den Natural-Programmen was ändern müssen.
  2. PKS übernimmt im Wesentlichen die Projektaufgaben und unterstützt unser kleines Team optimal bei der Umsetzung, schult uns und hilft uns punktuell beim weiteren Betrieb.
  3. Die Entwickler müssen sich zwar in Oracle bzw. SQL einarbeiten, brauchen sich aber nicht auch noch mit einer neuen Programmiersprache befassen.
  4. Wir können ein Stück weit unabhängig von proprietärer Technologie werden.“
Aber würde auch wirklich gehalten, was das Produktblatt versprach? Gab es Referenzkunden hier in Deutschland mit denen wir uns austauschen konnten? Würde die Performance der Anwendungen durch ein solches Werkzeug nicht zu sehr leiden?
Herr Ohmann kontaktierte Ravensburg und wurde dort schnell und kompetent informiert und direkt mit einem Referenzkunden in Kontakt gebracht. Der Referenz-Kontakt sprach sich durchgängig positiv über das Unternehmen PKS, das technische Team und das Produkt SmartDCI aus. Das Vertrauen in das PKS-Team und das Verständnis für die SmartDCI-Lösung wurden daraufhin in Vor-Ort-Gesprächen zwischen UNICEF und PKS vertieft.
Danach galt es, sich zu beweisen: Datenmodell und CLOGs der Anwendung wurden von den Ravensburgern maschinell analysiert und professionell bewertet. Es waren in der Tat keine Programmänderungen erforderlich und eine Normalisierung der Datenbankschematas konnte durchgängig umgesetzt werden. Zudem wurden durch einen Performance-Benchmark die besonders zeitkritischen Programmabläufe untersucht. Nach wenigen Wochen konnte das Ergebnis präsentiert werden: PKS kann das Migrations-Projekt zum attraktiven Festpreis mit definierten und im Projektvertrag festgeschriebenen Performance-Zusagen anbieten.

Das Projekt wurde beauftragt, der Projektvertrag samt Pflichtenheft und Aufteilung der Verantwortlichkeiten war rasch unterzeichnet. Denn schließlich sollte das Projekt in jedem Fall während der ruhigen Sommermonate zum Abschluss gebracht, damit die Datenqualität für das umsatzstarke letzte Quartal gesichert werden.
Durch den mit SmartDCI möglichen Parallelbetrieb (siehe Produktblatt) von Adabas C und Oracle Datenbank konnte eine maximale Sicherheit bei der Umstellung geboten werden. Jedoch: sowohl die erste Testumstellung wie auch die finale Abnahme und der Start in den Produktivbetrieb verliefen reibungslos. Bei der Produktionsabnahme wurden Funktionalität und Performance getestet – auch hier waren Nachbesserungen nicht erforderlich. Die Produktionsumstellung erfolgte planmäßig und problemlos 2 Wochen nach der Testumstellung. Die Testphase konnte zudem durch das ausgeklügelte SmartDCI-Testverfahren minimiert und die Endanwender dadurch wesentlich entlastet werden.

Ein wirklich wichtiges Projekt war für die IT-Abteilung der UNICEF Deutschland damit nach weniger als einem halben Jahr, und sogar noch einige Wochen vor dem ursprünglich geplanten Projektende, erfolgreich abgeschlossen.
Die Vorteile:
  • Die Adabas – Anwendungen werden unverändert auf Oracle betrieben.
  • Es waren keine Änderung am Source-Code nötig, die Bestands-Anwendungen laufen unverändert weiter.
  • Die Testaufwände waren sehr gering und haben die Endanwender kaum belastet.
  • Ein maximaler Investitionsschutz durch unveränderten Betrieb der bestehenden Anwendungen ist realisiert worden.
  • Die Konsolidierung auf Oracle als unternehmensweite Datenbank ist erfolgt.
  • Die Integration von bestehenden und neuen Applikationen durch gemeinsam genutzte Datenbasis auf Oracle ist möglich.
  • Durch die kurze Projektlaufzeit konnte sehr zeitnah mit den Neu-Entwicklungen auf Basis der Oracle-Datenbank begonnen werden.
  • Den Aspekten Zukunftsorientierung und Sicherheit durch offene Industrie-Standards ist Rechnung getragen worden.
  • Die Unabhängigkeit  von der Lizenz- und Wartungspolitik der Software AG konnte erhöht werden.
Der Kunde:
„Im Nachhinein wüsste ich wirklich nicht, was ich anders machen würde wenn ich nochmal vor der Aufgabe stünde, eine Adabas C Anwendung in eine SQL-basierte Datenbank umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von PKS war zu jederzeit sowohl fachlich professionell als auch persönlich angenehm. Nur eins ist zu beachten: Sie können alles, außer hochdeutsch“!
Herr Ralph Ohmann
IT-Leiter bei UNICEF
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